Die Hintere Rynach
Erstmals urkundlich erwähnt, wurde die Familie Rynach im Jahre 1210. Sie dienten dem Grafen von Lenzburg und waren habsburgischer Herkunft
Hesso, der jüngere der Brüder von Rynach erbaute in Herlisberg oberhalb des Seetals die Burg obere Rynach, während der ältere Bruder Arnold in Reinach blieb und die ererbten Güter behielt
Das Herrschaftsgebiet der Herren von Rynach vergrösserte sich stetig. So auch als Mitte des 13. Jahrhunderts die Burg Hintere Rynach, vermutlich von den Söhnen Arnold's erbaut wurde. Sie stand im Westen der Gemeinde Rickenbach, bei Mullwil auf einer Hügelkuppe. Zu dieser Zeit erreichte die Herrschaft Rynach ihren Höhepunkt
Die Hintere Rynach verfügte über einen besonders stark gebauten Turm, mit 16 Metern Länge und 13 Metern Breite und einer beachtlichen Mauerdicke von 2 Metern
Der einzige Eingang zum Turm war in ca. 6-8 Metern Höhe. Vom Burgplatz aus gelangte man über eine steile Holztreppe hoch zum Eingang. Im Belagerungsfall hätte man die Holztreppe abgebrochen, sobald die Adligen im Turm in Sicherheit gewesen wären.
Das untere Geschoss war das Verlies, welches angeblich besonders dunkel und stickig war
Nach vielen Auseinandersetzungen der Eidgenossen und den Habsburgern kam es 1386 zur Schlacht bei Sempach. Wie alle Ritter der Habsburger mussten auch alle Rynacher Familienzweige in die Schlacht ziehen
Die Hintere Rynach galt als uneinnehmbar, doch auch sie wurde im Jahre 1386 von den Eidgenossen erobert und abgebrannt.
Die Überreste der Burg wurden im Jahre 1661 zum Bau der Kirche in Rickenbach verwendet. Vereinzelt wurden Höfe bis Ende des 18. Jahrhunderts noch mit Steinen der Burgruine erbaut.
Heute lässt sich leider nur noch ein kleiner Teil der Aussenmauer erahnen.
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www.burg-fest.ch 15.- 17.Juni 2012